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Burn-Out: Therapie statt Frühpension
450.000 Menschen beziehen in Österreich Invaliditätspension. Weil die Berufsunfähigkeit zunehmend wegen psychischer Erkrankungen angemeldet wird, will die Pensionsanstalt nun mit mehr Reha-Zentren gegensteuern.
Personen treten immer häufiger wegen psychischer Leiden, wie Burn-out krankheitsbedingt die Frühpension an. Nach den aktuellsten Zahlen aus dem Vorjahr sind psychiatrische Krankheiten der Hauptgrund für den Antritt einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension bei Angestellten.
Um die Zunahme zu stoppen, wird vermehrt versucht die Betroffenen wieder ins Arbeitsleben einzugliedern. Speziell für psychisch Erkrankte wird nun versucht, eine Betreuungslücke zu schließen: Denn gerade für diese Menschen gab es bisher lange Wartezeiten auf einen Platz in einer Rehabilitationseinrichtung.
Als Gegensteuerungsmaßnahme entsteht ein bundesweites Netz an neuen Reha-Zentren. Ziel der flächendeckenden Versorgung mit Reha-Einrichtungen ist es, so PVA-Chefarzt Rudolf Müller, die Zunahme der Frühpensionierungen aufgrund psychischer Erkrankungen zumindest auf dem derzeitigen Level zu stoppen.
Ein sekundärer Grund für Gegensteuerungsmaßnahmen sei, dass die Betroffenen immer jünger werden. So waren von 8349 Personen, die 2008 wegen psychischer Erkrankung eine Invaliditätspension bewilligt bekamen, der Großteil, nämlich rund 3100, in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen.
Partner
Maßgeblicher Partner der PVA beim Kampf gegen Burn-out ist die pro mente reha GmbH, die Betreiberin der neuen Kliniken ist. Ausnahme ist der Standort St. Radegund bei Graz, für den sich die Sanlas Holding verantwortlich zeichnet. Bei acht von zehn Behandelten konnte die Berufsfähigkeit tatsächlich erhalten werden. Zudem gingen nach absolvierter Rehabilitation die Krankenstände und Krankenhausaufenthalte der Betroffenen „signifikant zurück“, so PVA -Chefarzt Müller.
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